Arletty (Arletty Garance du Bois des Amourettes, geb. am 23.01.2002, gestorben am Freitag, 14.10.2005) kam mit knapp 10 Wochen, an Ostern 2002 zu uns in die Familie. Vom ersten Moment an bezauberte sie uns durch Charme, Anschmiegsamkeit und ein riesengrosses Herz voller Vertrauen und Liebe. Sie war damals kleiner als unser Kater Zorro, der bis zuletzt ihr allerbester vierbeiniger Freund blieb, dicht gefolgt von allen männlichen Hunden, die wir im Verlaufe ihres kurzen Lebens kennenlernten.

Von der Spielgruppe über Hundekindergarten, Hundeschule und Obedience-Training bis hin zur Plauschgruppe hat sie in ihren drei Jahren Lebenszeit enorm viel gelernt. Da mich Arletty bei meinen täglichen Ausritten stets treu begleitet hat, haben wir vor allem den Gehorsam trainiert (um eben gerade das zu verhindern, was ihr am Schluss doch zum Verhängnis wurde). Bei unseren Ausritten hat sie aufs Wort gehorcht, sass super und zuverlässig bei Fuss vor gefährlichen Strassenüberquerungen, lief auf Befehl auf dem Trottoir, sie konnte die Befehle für Richtungsänderungen „rechts“ und „links“ deuten, lief „Fuss“ an der linken Seite des Pferdes und „piede“ auf der rechten Seite, hat Dachs und Rehe bei unseren Ausritten brav ignoriert, obwohl es ihr manchmal sehr schwer viel. Nur eine Spezies hat sie immer freudig begrüsst und das waren ihre Hundekollegen. Meistens wartete sie auf meinen Befehl „gang go tschou säge“ aber hin und wieder ist ihr ihr Temperament in die Quere gekommen und sie rannte einfach darauf los…
Gerade dieses „Judihui, Tschou säge“, ist ihr nun zum Verhängnis geworden. An unserem sehr wenig befahrenen Quartiersträsschen hat sie auf der anderen Seite einen Hund mit Kind springen sehen, ist in vollem Galopp ausgebüchst und ist mit einem just in dem Moment auftauchenden Auto heftig zusammengeprallt. Eine Stunde später ist sie ihren schweren inneren Verletzungen (Aortariss) im Tierspital erlegen.
Nun ist Arletty über die Regenbogenbrücke in die ewigen Jagdgründe gegangen und springt sicher voller Freude mit ihren Kollegen, unter anderem auch bestimmt mit ihrem grossen Fan „Dandy“ herum, der ihr vor 2 Monaten vorausgegangen ist. – Mir zerreisst es fast das Herz, sie so jung schon loslassen zu müssen. – punkto Loslassen habe ich einen schönen Spruch erhalten, der mir im Moment wenigstens etwas geholfen hat:
„Mängisch entgleitet eim öppis liebs wie Wasser zwüsche de Finger, ja, mängisch cha me das nid verstah…- doch irgendwie wird ou ds Wasser sine Wäg zum Meer wieder finde und drum müesse mirs eifach la gah…“
Es tut schrecklich weh, zum Glück bleiben aber auch die schönen Erinnerungen an ein wunderbares Tier, eine sensible Weggefährtin, an übermütige Spiele, wilden Eifer bei der Arbeit und gemütliche, vertraute Kuschelmomente…
Arletty, du Lisi, ig vermisse di !
Traurige Grüsse
Françoise